Über MWissFo

Multimodalität in Wissensformaten (MWissFo) ist ein von der DFG gefördertes wissenschaftliches Netzwerk (2020 – 2023). Die fünfzehn Mitglieder des Netzwerks stammen aus Universitäten in Deutschland, Österreich, Dänemark, der Schweiz und den Niederlanden sowie aus der Wissenschaftskommunikation. 

MWissFo wird von Dr. Sylvia Jaki (Universität Hildesheim) koordiniert.

Kurzbeschreibung des Forschungsprogramms:

Wissensvermittlung findet heute zu einem bedeutenden Teil über Medien statt, die in einer kaum zu überblickenden Vielfalt multimodaler Formate versuchen, Sach- und Fachinformationen für ein breites Publikum verständlich und ansprechend aufzubereiten. Insbesondere auch durch die Dynamik der anhaltenden Digitalisierung entwickeln sich ständig neue, interaktive Formen. Medienprodukte, die Wissen popularisieren, sind in den letzten Jahren zunehmend in das Interesse der Multimodalitätsforschung gerückt, die sich mit der zentralen Frage befasst, wie durch das Zusammenwirken unterschiedlicher semiotischer Ressourcen Bedeutung generiert wird. Eine systematische Erfassung der multimodalen Gestaltung von Wissensformaten über exemplarische Analysen hinaus stellt allerdings ein Desiderat dar.

Um zur Schließung dieser Forschungslücke beizutragen, vereint das Netzwerk die Perspektiven von 15 Expert*innen auf dem Bereich verschiedenster Wissensformate. Es setzt sich vorwiegend aus Nachwuchswissenschaftler*innen in verschiedenen Qualifikationsphasen zusammen, die unter Berücksichtigung der Entwicklungstendenzen multimodaler Wissensformate aus medienlinguistischer und medienwissenschaftlicher Perspektive zusammen mit erfahrenen Hochschullehrer*innen Medienübergreifendes und Medienspezifisches in der multimodalen Gestaltung solcher Formate herausarbeiten. Insbesondere die Erprobung verschiedenster Ansätze aus der Multimodalitätsforschung zur Beschreibung der Orchestrierung bzw. der Interaktion der jeweiligen Modi und aller weiteren Ressourcen wird hierbei im Fokus der Analysen stehen.

Die mit dem Thema verbundenen Fragestellungen werden in sechs Arbeitstreffen im Dialog mit einschlägigen Vertreter*innen aus Multimodalitätsforschung, Wissen(schaft)skommunikationsforschung und wissenschaftsjournalistischer Praxis diskutiert; die gewonnenen Ergebnisse sollen in mindestens einem Sammelband kulminieren.